Kloster Hornbach


Vermutlich gehörte Pirminius den iro-schottischen Missionsmönchen an und wurde, von Spanien kommend, 724 von Karl Martell in das Gebiet der heutigen Schweiz gesandt. Auf der Bodensee-Insel Reichenau gründete er bald das Kloster Mittelzell. Weitere Klostergründungen bzw. -reformierungen in Murbach, Neuweiler, Gengenbach, Schwarzach, Schuttern und Mauersmünster sind mit seinem Namen verbunden. Sein letztes Kloster gründete er 742 in Hornbach, wo er dann 753 starb. Er wurde vor dem Hochaltar beigesetzt und schon bald darauf als Heiliger verehrt.

Als im Laufe der Reformation 1558 das Kloster aufgelöst wurde und die Besitztümer in protestantisches Eigentum übergingen, wurde sein Leichnam zunächst nach Speyer und 1575 nach Innsbruck verbracht, wo er heute in einem Reliquiar der Jesuitenkirche ruht. Nach dem Zerfall der Klosterkirche und weiterer Gebäude im Lauf der folgenden Jahrhunderte wurden 1784 die evangelische Kirche und später ein Schulgebäude auf dem Klosterareal erbaut.

Bei Ausgrabungen ab 1953 wurden die Fundamente von Klosterkirche und Kreuzgang sowie das Grab freigelegt. Über diesem wurde 1955 eine Gedenkstätte errichtet. In den neunziger Jahren entstand dann das heutige Klosterhotel aus Schulhaus, Kreuzgangteilen und Refektorium.

Essenssegen im Pirminiusland:
Damit uns Speis und Trank gedeih
St. Pirmins Hand sie benedei.



     

     



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